HOWTO zu rsync (Remote Synchronisation) (C) 2008-2011 T.Birnthaler/H.Gottschalk OSTC Open Source Training and Consulting GmbH, http://www.ostc.de $Id: rsync-HOWTO.txt,v 1.36 2011-11-13 16:31:19 tsbirn Exp $ Dieses Dokument beschreibt die lokale und Remote-Duplizierung von UNIX-Dateisystemen mit "rsync". ________________________________________________________________________________ Inhaltsverzeichnis 1) Einführung 2) Die wichtigsten Optionen 3) Weitere wichtige Optionen 4) Hinweise 5) Beispiele 6) Rollierende mehrfache Komplettsicherung mit "rsync + cp" 7) Optionen 7a) Weitere interessante Optionen 7b) Weitere interessante Optionen 7c) Vollständige Liste der Optionen ________________________________________________________________________________ 1) Einführung ------------- "rsync" (remote synchronization) ist ein leistungsfähiger und effizienter Ersatz für "rcp/scp". Es repliziert effizient großer Datenmengen (Verzeichnisbäume) lokal oder auch über ein Netzwerk hinweg auf andere Rechner. Die Software ist verfügbar unter http://www.samba.org/rsync/. Zur Optimierung der Abgleich- und Übertragungsgeschwindigkeit werden dabei folgende Verfahren benutzt: * Dateien mit identischer Länge und gleichem Änderungsdatum ignorieren * Dateiteile per rollierender Prüfsumme auf Identität prüfen * NUR geänderte Teile einer Datei transferieren (Delta-Algorithmus) Aufrufsyntax: rsync [OPT] SRC... DEST # Lokal replizieren rsync [OPT] SRC... [USER@]HOST:DEST # Nach Remote replizieren rsync [OPT] [USER@]HOST:SRC DEST # Von Remote replizieren rsync [OPT] [USER@]HOST:SRC # Remote auflisten Der Hauptspeicherbedarf steigt mit der Anzahl an zu synchronisierenden Dateien, da zum Synchronisieren auf beiden Seiten eine vollständige Dateiliste aufgebaut wird, die pro Datei etwa 100 Byte umfasst. Weiterhin ist der Rechenzeit- und I/O-Aufwand von rsync recht hoch, da der gesamte Dateibaum eingelesen wird und evtl. Prüfsummen über geänderte/neue Dateien gebildet werden. Ab mehr als 1 Mio zu sychronisierende Dateien sollten daher mehr als 1 GByte Hauptspeicher und ein leistungsfähiger Prozessor AUF BEIDEN SEITEN vorhanden sein. * Bis V2.6.9 wurde (bei Option --recursive) die Liste der zu transferierenden Dateien ZUERST VOLLSTÄNDIG aufgebaut und DANN der Transfer durchgeführt. * Ab V3.0.0 wird (bei Option --recursive) ein "inkrementeller" Modus beim Aufbau der Dateiliste verwendet. Bereits während dem Aufbau der Liste der zu synchronisierenden Dateien werden Dateien synchronisiert, d.h. die beiden Vorgänge laufen "verzahnt" ab. Abschalten kann man dieses Feature mit Option --no-inc-recursive bzw. --no-i-r. Dieser inkrementelle Modus führt zu sehr grosser Speicherplatzersparnis (bei 10 Mio Dateien a 100 Byte pro Datei waren vorher bei einem lokalen Transfer etwa 2 GByte Hauptspeicher für die beiden Dateilisten erforderlich). Die reine Laufzeit wird um 10-25% geringer, da der Zeitaufwand für die Listenerstellung insgesamt konstant bleibt, aber bereits für Transfers genutzt werden kann. Bedingung ist auf BEIDEN Seiten eine rsync-Version ab 3.0.0 (Protokoll 30). Die aktuelle Version ist "rsync version 3.0.9 protocol version 30". 2) Die wichtigsten Optionen --------------------------- | Option (lang+kurz)| Bedeutung | +-------------------+------------------------------------------------------+ | --help -h | Hilfe anzeigen | +-------------------+------------------------------------------------------+ | --archive -a | Archiv-Modus = -Dgloptr (-Do benötigen root-Rechte!) | | | device group links owner permission times recursive | +-------------------+------------------------------------------------------+ | -D | Geräte + Spezialdateien transferieren (nur root!) | | --group -g | Besitzer-Gruppe transferieren | | --links -l | Symbolische Links transferieren | | --owner -o | Besitzer transferieren (nur root!) | | --perms -p | Zugriffsrechte transferieren | | --times -t | Änderungszeit+datum transferieren | | --recursive -r | Verzeichnis-Bäume replizieren | +-------------------+------------------------------------------------------+ | --rsh=CMD -e | Zu benutzende "Remote Shell" (z.B. ssh) | | --compress -z | Komprimierung der Datenübertragung (remote sinnvoll) | +-------------------+------------------------------------------------------+ | --quiet -q | Ablaufmeldungen unterdrücken (nur Fehlermeldungen) | | --verbose -v | Meldung pro transferierter Datei (--itemize-changes) | | 2x --verbose -vv | Meldung mit übersprungenen Dateien | | 3x --verbose -vvv | Meldung mit Debuginfo (sehr viel!) | +-------------------+------------------------------------------------------+ * Die häufigsten Aufrufe haben folgende Form (-a/--archive): rsync -a SRC/ DEST # Lokal replizieren rsync -e ssh -az SRC/ USER@HOST:DEST # Remote über SSH replizieren rsync -e ssh USER@HOST:DEST # Remote-Dateien auflisten rsync -e ssh -az -HSAV SRC/ USER@HOST:DEST # ALLES remote replizieren! * Zur Replikation des Datei-Besitzers (Owner), von Geräten (Devices) und Spezialdateien (Named Sockets, Named Pipes) sind auf der Zielseite root-Rechte erforderlich (Optionen -o und -D). * Option -D ist die Zusammenfassung von --devices + --special. * Option -t/--times bzw. -a transferiert die Änderungszeiten der Dateien, nur dann funktioniert die rsync-Optimierung zum Ignorieren identischer Dateien auf der Basis der Änderungszeit. Lässt man diese Option weg, entspricht dies dem Setzen von -I/--ignore-times beim nächsten Transfer. * Komprimierung -z/--compress lohnt sich nur bei Remote-Replikation der Daten über eine "dünne" Netzwerkleitung (z.B. DSL). Auf beiden Seiten werden die CPUs stärker belastet als ohne Komprimierung. * Option -a/--archive umfasst NICHT die Optionen -A/--acls, -H/--hard-links, -S/--sparse und -X/--xattrs. Sollen ACLs, Hardlinks, Sparse-Dateien und Extendend Attribute ebenfalls 1:1 repliziert werden, so sind diese Optionen zusätzlich zu -a/--archive anzugeben (siehe oben). 3) Weitere wichtige Optionen ---------------------------- | Opt (lang+kurz) | Bedeutung | +-----------------+---------------------------------------------------------+ | --delete | Dateien löschen, die auf dem Sender fehlen | | --delete-during | Dateien WÄHREND Transfer löschen [--del] | | --delete-before | Dateien VOR Transfer löschen | | --delete-after | Dateien NACH Transfer löschen | +-----------------+---------------------------------------------------------+ | --dry-run -n | Aktionen nur anzeigen, NICHT ausführen | | --update -u | Neuere Dateien auf Zielseite NICHT überschreiben | +-----------------+---------------------------------------------------------+ | --hard-links -H | Hardlinks erhalten (aufwendig!) | | --sparse -S | Sparse Dateien erhalten (lange 0-Byte Sequenzen) | | --acls -A | ACLs transferieren (enthält --perms) | | --xattrs -X | Extended Attributes transferieren (ab 3.0.0) | +-----------------+---------------------------------------------------------+ * VORSICHT bei der Verwendung von --del...: Wird die FALSCHE RICHTUNG bei der Replikation gewählt, sind die NEUEN Dateien auf der Quellseite weg! Unbedingt VORHER TESTEN mit -n/--dry-run, sonst wird evtl. die falsche (zu sichernde) Seite zerstört! * Option --delete entspricht bis V2.6.9 --delete-before, seit V3.0.0 auf beiden Seiten entspricht sie --del/--delete-during (performanter). * Option --delete-after löscht erst nach dem erfolgreichen Übertragen aller Dateien die zu entfernenden. * Option -u/--update verhindert Überschreiben von Dateien, die auf Zielseite NEUER sind als auf Quellseite (z.B. infolge von Änderungen auf beiden Seiten). Damit dies korrekt funktioniert, MUSS die Uhrzeit auf beiden Rechner identisch sein (NTP = Network Time Protocol aktivieren)! * Optionen -H/-S/-A/-X replizieren weitere wichtige Eigenschaften von Dateien sofern beide Dateisysteme diese beherrschen (Hardlinks, Sparse-Dateien mit "Löchern", Access Control Lists, Extrended Attributes). * Optionen -S/--sparse und -H/--hard-links unbedingt setzen, sonst kann auf der Zielseite wesentlich mehr Plattenplatz verbraucht werden. Die Option -H/--hard-links erhöht allerdings den Aufwand zur Erstellung der Dateiliste enorm. * Ein BackupPC-Repository MUSS unbedingt mit -H/--hard-links kopiert werden, sonst werden die zur Speicherplatzersparnis bei den mehrfachen Sicherungen eingesetzten Hardlinks als echte Dateien kopiert (vervielfacht Platzbedarf). 4) Hinweise ----------- * Häufig benötigte Optionen fertig zum Kopieren per Maus: rsync SRC/ USER@HOST:DEST -a # --archive = -Dgloptr -glptr # (--group --links --perms --times --recursive) -D -o # (--devices --specials --owner (root-Rechte nötig!)) -z # --compress (Komprimierung, lokal sinnlos!) -H -S -A -X # --hard-links --sparse --acls --xattrs --del # --delete-during --exclude=/lost+found # Mehrfach erlaubt --numeric-ids # UID/GID statt User/Group-Namen transferieren (speed) --bwlimit=1000 # Transferbandbreite beschränken 1000 KByte/s = 1 MB/s --modify-window=2 # Bei Windows Zeitvergleich nur auf 2 Sec genau (FAT) --modify-window=3602 # Bei Sommerzeit/Winderzeit + Windows (FAT) -v # Verbose (transferierte Dateien auflisten) --progress # Fortschrittsmeldungen während Transfer --stats # Statistik am Schluss -c # --checksum (immer Prüfsumme statt Datum+Größe vgl.) -I # --ignore-times (gl. Datum+Größe auch transferieren) -W # --whole-file (kein Delta-Algorithmus) --human-readable # Größen in menschlich lesbarer Form (K,M,G) --8-bit-output # Sonderzeichen NICHT im Escape-Format \#123 --append # Sofort anhängen, keine Zwischendatei --partial # Teilweise übertragene Dateien erhalten (Abbruch!) --inplace # Zieldatei direkt ändern (keine Zwischendatei) * "/" am Ende der Quell-Verzeichnisnamen "SRC" NICHT vergessen, sonst wird nicht der INHALT des Verzeichnisses, sondern das Verzeichnis selbst repliziert (d.h. der Pfad "SRC" ist auf der Zielseite unter "DEST" sichtbar). * Bei Windows-Rechnern sollte --modify-window=2 gesetzt werden, das eine Differenz <= 2s als gleiche Zeit interpretiert (da das Änderungsdatum unter Windows nur auf 2s genau gespeichert wird). * Es empfiehlt sich, auf der Quell- und Zielseite die mount-Optionen "noatime" + "nodiratime" oder "relatime" zu setzen, um beim Aufbau beider Dateilisten (Lesen von Verzeichnissen und Inodes) keine Schreiboperationen auszulösen. * Beim Einsatz von LVM (Logical Volume Manager) empfiehlt sich, einen READ-ONLY SNAPSHOT des zu transferierenden Dateisystems SRCDEV zu erstellen und nach dem Transfer wieder freizugeben. Die Größe des Snapshots an die Änderungsrate des Quelldateisystems während der Replikation anpassen (hier 5G). lvcreate --permission r --size 5G --snapshot --name SNAPNAME SRCDEV mount -o ro,noatime,nodiratime,async /dev/.../SNAPNAME MOUNTPOINT rsync MOUNTPOINT/ DESTINATION umount MOUNTPOINT lvremove -f /dev/.../SNAPNAME * Der Delta-Algorithmus lohnt sich bei rein LOKALER Replikation auf der gleichen Maschine nicht, da er 2x vollständiges Lesen auf beiden Seiten + 1x Delta schreiben auf Zielseite bedingt. Lohnt sich nur bei Remote-Transfers über ein (relativ langsames) Netzwerk (z.B. DSL). Mit Option --whole-file abschalten. 5) Beispiele ------------ Alle C-Dateien des aktuellen Verzeichnisses auf Server "HOST" in Verzeichnis "src" replizieren: rsync *.c HOST:src/ Alle Dateien in Verzeichnis "src/bar" von Maschine "HOST" rekursiv in Verz. "/data/tmp/bar" (!) replizieren (d.h. dort Unterverz. "bar" erzeugen!): rsync -avz HOST:src/bar /data/tmp TIPP: "/" am Ende von SRC heißt "Inhalt des Verzeichnisses" replizieren. Sonst wird Verzeichnis selbst repliziert (1 Stufe mehr, vor allem wichtig bei --del): rsync -avz HOST:src/bar/ /data/tmp Aktuelles Verzeichnis komplett auf Maschine "HOST" in Verzeichnis "save" replizieren (-C=CVS-Dateien weglassen, -z=komprimieren) rsync -avzC . HOST:save Drei Skripte zum Backup und Restore des lokalen eigenen Heimatverz. auf den Rechner "backup": # 1) Heimat-Verz. nach Rechner "backup" synchronisieren USER="dummy" HOST="backup" cd rsync -avzHSAX --del -e ssh . "$USER@$HOST:." # 2) Inhalt des Heimatverz. auf Rechner "backup" auflisten USER="dummy" HOST="backup" rsync -r -e ssh "$USER@$HOST:." # 3) Wiederherstellung von Dateien bzw. Verz. mit ihrem Inhalt von Rechner # "backup" (. = alle Dateien) USER="dummy" HOST="backup" cd for FILE do rsync -avzHSAX -e ssh "$USER@$HOST:./$FILE" "./$FILE" done 6) Rollierende mehrfache Komplettsicherung mit "rsync + cp" ----------------------------------------------------------- Man kann "rsync" und "cp" kombinieren, um einen rollierende mehrfache Komplett- sicherung eines Dateibaums zu erstellen, ohne dafür den mehrfachen Platz zu verbrauchen. In aller Kürze geht das so (ACHTUNG: "/" am Ende ist notwendig!): mkdir -p /backup/0 # 1x notwendig rm -rf /backup/3 # Vorvorgestern löschen mv /backup/2 /backup/3 # Vorgestern -> Vorvorgestern mv /backup/1 /backup/2 # Gestern -> Vorgestern cp -al /backup/0 /backup/1 # Aktuell -> Gestern (Hardlinks!) rsync -a --del SRCDIR /backup/0/ # 1:1-Kopie + gelöschte Dateien weg Werden diese Kommandos täglich durchgeführt, dann SCHEINEN "/backup/1", "/backup/2" und "/backup/3" jeweils eine komplette Vollsicherung des Ausgangsverzeichnisses zu sein (gestern, vorgestern und vorvorgestern). In Wirklichkeit wird nur EINE "echte" Vollsicherung vom heutigen Tag unter "/backup/0" gemacht. Die "älteren" Vollsicherungen "/backup/[123]" entstehen durch HARDLINKS auf diese Vollsicherung. Alle Sicherungen zusammen müssen daher auf EINER physikalischen Platte liegen. Komplett sind die älteren Vollsicherungen nur in dem Sinne, dass Änderungsdatum, Zugriffsrechte und Besitzverhältnisse inhaltlich unveränderter Dateien immer dem neuesten Stand dieser Dateiattribute entsprechen. D.h. eine Änderungshistorie dieser Attribute ist nicht möglich. Der Speicherplatz für alle Sicherungen entspricht daher der Größe des aktuellen Dateibaums + der Gesamtgröße aller Änderungen der letzten 3 Tage. Dies ist exakt der gleiche Platzbedarf, den eine vollständige + 3 inkrementelle Sicherungen benötigen. Bedeutung der obigen Optionen von "cp": +----+--------------------------------------+ | -a | archive (-dpR) | +----+--------------------------------------+ | -d | no-dereference + preserve-link | | -p | preserve mode, ownership, timestamps | | -R | Rekursiv | | -l | Hardlinks statt Kopien | +----+--------------------------------------+ Bedeutung der obigen Optionen von "rsync": +---------------------+------------------------------------------------------+ | --archive -a | Archiv-Modus = -Dgloptr (-Do benötigen root-Rechte!) | +---------------------+------------------------------------------------------+ | -D | Geräte + Spezialdateien transferieren (nur root!) | | --devices (-D)| Character/Blockgeräte transferieren (nur root!) | | --specials (-D)| Spezialdateien transferieren | | --group -g | Besitzer-Gruppe transferieren | | --links -l | Symbolische Links transferieren | | --owner -o | Besitzer transferieren (nur root!) | | --perms -p | Zugriffsrechte transferieren | | --times -t | Datum transferieren | | --recursive -r | Verzeichnis-Bäume replizieren | +---------------------+------------------------------------------------------+ 7) Optionen ----------- 7a) Weitere interessante Optionen --------------------------------- | Option (lang+kurz) | Bedeutung | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --checksum -c | VOR Transfer Änd. per Prüfsumme erk., NICHT Dat/Größe| | --ignore-times -I | Dateien gl. Datum+Größe NICHT überspringen (langsam!)| | --whole-file -W | Datei vollständig kop. = kein rsync Delta-Algorith. | | | (Std. lok. Tr., Delta-Alg. nur bei Netz-Transfer ok) | +---------------------+------------------------------------------------------+ * Diese Optionen DEAKTIVIEREN die drei Optimierungen von rsync: + -c: Dateiteile per rollierender Prüfsumme auf Identität prüfen + -I: Dateien mit identischer Länge UND gleichem Änderungsdatum ignorieren * -W: NUR geänderte Teile einer Datei transferieren (Delta-Algorithmus) * Option --whole-file (Verzicht auf Delta-Algorithmus) ist Standard bei REIN LOKALEN Transfers, da der Delta-Algorithmus 2x vollständiges Lesen auf beiden Seiten + 1x Delta schreiben auf der Zielseite bedingt. Dies lohnt sich nur bei Remote-Transfer über ein (relativ langsames) Netzwerk (z.B. DSL). 7b) Weitere interessante Optionen --------------------------------- | Option (lang+kurz) | Bedeutung | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --exclude=MUSTER | Verz./Dateien gemäß MUSTER ausschließen | | --exclude-from=FILE | Dateien in FILE ausschließen | | --include=MUSTER | Dateien gemäß MUSTER einschließen | | --include-from=FILE | Dateien in FILE einschließen | | --filter=RULE -f | Dateien gemäß RULE auswählen/ausschließen | | --cvs-exclude -C | CVS-Dateien ausschließen | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --bwlimit=NNN | Transferbandbreite beschränken (KByte/sec) | | --numeric-ids | UID/GID statt User/Group-Namen transferieren (speed) | | --partial (-P)| Teilweise übertragene Dateien erhalten (Abbruch!) | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --progress (-P)| Fortschritts-Meldungen ausgeben (impl. --verbose) | | --stats | Transfer-Statistik ausgeben | | -P | Fortschritts-Meldungen ausg. [--progress + --partial]| | --itemize-changes -i| Übersicht aller Update-Änderungen (--verbose) | +---------------------+------------------------------------------------------+ * Option --exclude=MUSTER schliesst Verzeichnisse und Dateien mit Hilfe von Shell-Mustern vom Transfer aus (z.B. /tmp, /var, /lost+found, *~). Mit Hilfe von --filter=RULE sind komplexere Formen von Ein- und Ausschlusskriterien möglich. Mit Hilfe von --exclude-from=FILE und --include-from=FILE können die Filterregeln auch von Datei gelesen werden. * Option --bwlimit=NNN beschränkt die Übertragungsrate auf ein Maximum von NNN KByte/s, um konkurrierende Transfers auf der gleichen Verbindung nicht abzuwürgen. * Option --numeric-ids beschleunigt den Transfer, da nicht die Namen von Benutzern und Gruppen, sondern ihre UID/GID transferiert werden. Erfordert allerdings einheitliche ID-Vergabe auf beiden Seiten, z.B. durch ein zentrales LDAP-Verzeichnis oder lokalen Transfer. * Option --partial behält beim Verbindungsabbruch bereits transferierte Teile einer Datei und verwendet sie beim erneuten Aufsetzen der rsync-Vorganges. Besonders für langsame Verbindungen und SEHR GROSSE Dateien interessant. * Option --progress gibt Fortschrittsmeldungen folgender Form aus (32.77K = Dateigröße, 100% = bereits übertragener Teil, 30.04MB/s = Übertragungsrate, 0:00:00=Übertragungsdauer, xfer#10 = Anzahl bereits übertragener Dateien, to-check=14446/19441 = Anzahl noch zu prüfender Dateien/Anzahl insgesamt geprüfter Dateien): ... 32.77K 100% 30.04MB/s 0:00:00 (xfer#10, to-check=14446/19441) .mozilla/firefox/sjlhdutp.default/places.sqlite-wal 601.55K 100% 5.57MB/s 0:00:00 (xfer#11, to-check=14445/19441) .mozilla/firefox/sjlhdutp.default/prefs.js 663.71K 100% 2.67MB/s 0:00:00 (xfer#12, to-check=14443/19441) ... * Option --stats gibt am Schluss eine Zusammenfassung der Kenngrößen des Transfers in folgender Form aus: Number of files: 11821 Number of files transferred: 314 Total file size: 45.84G bytes Total transferred file size: 99.18M bytes Literal data: 190.75K bytes Matched data: 98.99M bytes File list size: 227.66K File list generation time: 0.001 seconds File list transfer time: 0.000 seconds Total bytes sent: 267.73K Total bytes received: 297.86K sent 267.73K bytes received 297.86K bytes 49.18K bytes/sec total size is 45.84G speedup is 81048.17 SRCDIR: Mon May 18 12:59:13 CEST 2009 - Mon May 18 12:59:45 CEST 2009 DESTDIR: Mon May 18 12:59:45 CEST 2009 - Mon May 18 12:59:56 CEST 2009 * Option -P ist die Zusammenfassung von --partial + --progress. * Option --itemize-changes gibt für jede Datei eine Änderungsliste inklusive Attributänderungen aus und entspricht exakt --out-format='%i %n%L'. %n ist der Dateiname, %L ist "-> SYMLINK", "=> HARDLINK" oder "" falls die Datei kein Link ist) und Format %i erzeugt folgende 11 Zeichen: YXcstpoguax ||`-----+-' .------------------'`----. '------------------. | | | UPDATETYP DATEITYP ATTRIBUTTYP < Gesendet -> remote f Datei c Prüfsumme > Empfangen -> lokal d Verzeichnis s Größe c Lokale Änderung L Symbol. Link t Zeit h Hardlink D Gerät p Zugriffsrecht . Kein Update S Spezial o Besitzer * Nachricht (Named Socket/ g Gruppe Fifo) u Reserviert a ACL x Erweiterte Attribute * Option --verbose verwendet --out-format="%n%L" und ist ohne Option --itemize-changes fast wertlos, * Als Formatkürzel in --out-format sind möglich: | ESC| Bedeutung | +----+------------------------------------------------------------+ | %a | IP-Adresse des Remoterechners | | %b | Anzahl tatsächlich übertragener Byte | | %B | Zugriffsrechte der Datei (z.B. rwxrwxrwt) | | %c | Gesamtgröße der Blockprüfsummen für Basisdatei (gesendet) | | %f | Dateiname (lange Form auf dem Sender, kein "/" nach Verz.) | | %G | GID der Datei (dezimal) oder "DEFAULT" | | %h | Hostname des Remote-Rechners | | %i | Punkteliste der upgedateten Dateieigenschaften | | %l | Dateilänge in Byte | | %L | Text " -> SYMLINK", " => HARDLINK" oder "" | | %m | Modulename | | %M | Datum+Uhrzeit der letzten Dateiänderung | | %n | Dateiname (Kurzform, "/" nach Verz.) | | %o | Operation ("send", "recv" oder "del.") | | %p | PID der rsync Sitzung | | %P | Modulpfad | | %t | Aktuelles Datum+Uhrzeit | | %u | Benutzername (authentifiziert) oder leerer Text | | %U | UID der Datei (dezimal) | +----+------------------------------------------------------------+ 7c) Vollständige Liste der Optionen ----------------------------------- | Option (lang+kurz) | Bedeutung | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --help -h | Hilfe anzeigen | | --version | Versionsnummer und Featurezusammenfassung anzeigen | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --quiet -q | Ablaufmeldungen unterdrücken (nur Fehlermeldungen) | | --verbose -v | Meldung pro transferierter Datei | | 2x --verbose -vv | Meldung auch übersprungener Dateien | | 3x --verbose -vvv | Meldung auch mit Debuginfo (sehr viel!) | | --stats | Transfer-Statistik ausgeben | | --progress (-P)| Fortschritts-Meldungen ausgeben (impl. --verbose) | | -P | Fortschritts-Meldungen ausg. [--progress --partial] | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --dry-run -n | Aktionen nur anzeigen, nicht ausführen | | --list-only | Dateien nur auflisten statt replizieren (ls-Ersatz) | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --archive -a | Archiv-Modus = -Dgloptr (-Do benötigen root-Rechte!) | +---------------------+------------------------------------------------------+ | -D | Geräte + Spezialdateien transferieren (nur root!) | | --devices (-D)| Character/Blockgeräte transferieren (nur root!) | | --specials (-D)| Spezialdateien transferieren | | --group -g | Besitzer-Gruppe transferieren | | --links -l | Symbolische Links transferieren | | --owner -o | Besitzer transferieren (nur root!) | | --perms -p | Zugriffsrechte transferieren | | --times -t | Datum transferieren | | --recursive -r | Verzeichnis-Bäume replizieren | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --executability -E | Ausführungsrecht transferieren (in --perms drin) | | --chmod=... | Ausführungsrecht für Dateien/Verz. setzen | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --hard-links -H | Harte Links erhalten (wichtig für Snapshot-Archive!) | | --sparse -S | Sparse Dateien erhalten (lange 0-Byte Sequenzen) | | --acls -A | ACLs transferieren (umfasst -p/--perms) | | --xattrs -X | Extended Attributes transf. (analog ACLs) ab 3.0.0 | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --rsh=PATH -e | Zu benutzende "Remote Shell" (z.B. "ssh") | | --compress -z | Komprimierung der Datenübertragung | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --delete | Dateien löschen, die auf dem Sender fehlen | | --delete-before | Dateien VOR Transfer löschen (Std bis 2.6.9) | | --delete-during | Dateien WÄHREND Transfer löschen (Std ab 3.0.0 --del)| | --delete-after | Dateien NACH Transfer löschen | | --delete-excluded | Vom Transfer ausgeschlossene Dateien auch löschen | | --force | Nichtleere Verz. löschen die Sender fehlen | | --max-delete=NUM | Max. NUM Dateien löschen | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --existing | NUR bereits vorhandenen Dateien updaten | | --ignore-existing | Bereits vorhandenen Dateien NICHT überschreiben | | --update -u | Neuere Dateien auf Zielseite NICHT überschreiben | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --checksum -c | VOR Transfer Änd. per Prüfsumme erk., NICHT Dat/Größe| | --ignore-times -I | Dateien gl. Größe/Datum NICHT überspringen (langsam!)| | --whole-file -W | Datei vollständig kop. = kein Delta-Algorithmus | | | (Std. lok. Tr., Delta-Alg. nur für Netz-Transfer ok) | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --exclude=MUSTER | Verz./Dateien gemäß MUSTER ausschließen | | --exclude-from=FILE | Dateien in FILE ausschließen | | --include=MUSTER | Dateien gemäß MUSTER einschließen | | --include-from=FILE | Dateien in FILE einschließen | | --filter=RULE -f | Dateien gemäß RULE auswählen/ausschließen | | --cvs-exclude -C | CVS-Dateien ausschließen | | --files-from=FILE | Liste zu übertragender Dateien aus FILE holen | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --human-readable -h | Größen in menschlich lesbarer Form ausgeben (K,M,G) | | --8-bit-output -8 | Sonderzeichen NICHT im Escape-Format \#123 ausgeben | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --copy-links -L | Symbolische Links als Datei kopieren, NICHT erhalten | | --one-file-system -x| NUR im gl. Dateisystem transf. (Symlink NICHT folgen)| +---------------------+------------------------------------------------------+ | --numeric-ids | UID/GID statt User/Group-Namen transferieren (speed) | | --omit-dir-times -O | Änderungszeit für Verzeichnisse NICHT transf. (NFS!) | | --modify-window=NUM | Datum identisch bei Abweichung <= NUM Sek. (Std: 0) | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --bwlimit=NNN | Transferbandbreite beschränken (KByte/sec) | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --append | Neue Daten direkt an Zieldatei anhängen (keine Zw.d.)| | --append-verify | Analog (vorher bereits existierenden Teil prüfen) | | --inplace | Zieldatei direkt ändern (keine Zwischendatei) | | --partial (-P)| Teilweise übertragene Dateien erhalten (Abbruch!) | | --partial-dir=DIR | Teilweise übertragene Dateien in Verz. DIR ablegen | | --delay-updates | Erst alles übertragen, dann Zieldateien ersetzen | | --temp-dir=DIR -T | Verz. für temporäre Dateien (Platzprobleme) | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --max-size=SIZE | Dateien größer SIZE nicht transferieren | | --min-size=SIZE | Dateien kleiner SIZE nicht transferieren | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --backup -b | Backup von geänderten Dateien machen | | --backup-dir=DIR | Startverz. für Backup-Hierarchie | | --suffix=SUFFIX | Endung für -b/--backup (StdSuffix: "~") | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --itemize-changes -i| Übersicht aller Update-Änderungen (--verbose) | | --out-format=FMT | Ausgabe pro Update-Änderung festlegen | | --log-file=FILE | Ausgaben in Logdatei FILE schreiben | | --log-file-format=. | Format der Ausgabe in Logdatei festlegen | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --super | Empfänger versucht als Super-User "root" zu arbeiten | | --fake-super | Emuliert Rechte die nur "root" setzen kann durch ACLs| +---------------------+------------------------------------------------------+ | --copy-dirlinks -k | Symlink auf Verz. transferieren | | --keep-dirlinks -K | Symlink auf Verz. auf Empfänger als Verz. behandeln | | --dirs -d | Verz. ohne Inhalt übertragen (oder --recursive) | +---------------------+------------------------------------------------------+ | --no-inc-recursive | Dateil. ERST vollst. erz., DANN übertragen (ab 3.0.0)| +---------------------+------------------------------------------------------+ | --iconv=SPEC | Dateinamen-Zeichensatz konvertieren ab 3.0.0 | | --protect-args -s | Remote-Sh belässt Metazeichen (Leerz.) ab 3.0.0 | +---------------------+------------------------------------------------------+ * Option --cvs-exclude lässt Dateien + Verz. analog der CVS-Auschlussliste weg: RCS SCCS CVS CVS.adm RCSLOG cvslog.* tags TAGS .make.state .nse_depinfo *~ #* .#* ,* _$* *$ *.old *.bak *.BAK *.orig *.rej .del-* *.a *.olb *.o *.obj *.so *.exe *.Z *.elc *.ln core .svn/ .git/ .bzr/ * Option --human-readable liefert Einheiten K, M, G als Vielfaches von 1000. Wird sie zweimal angegeben, dann als Vielfaches von 1024. * Option --iconv=LOCAL,REMOTE (z.B. --iconv=utf8,iso88591) wandelt die Zeichensatz-Codierung der Dateinamen beim Transfer um (ab 3.0.0). Der Befehl iconv --list liefert eine Liste der möglichen Zeichensätze. * Option --protect-args verhindert die Interpretation aller Dateinamen und der meisten Optionen durch die Shell auf Remote-Seite. Leerzeichen zerlegen keine Dateinamen mehr und alle speziellen Zeichen ausser den Wildcards bleiben erhalten (z.B. ~ $ ; &) * Option --super versucht die Wirkung der Optionen --owner, --groups und --devices auf Remote-Seite auszuführen, auch wenn der (lokale) Benutzer dort kein "root" ist (falls das möglich ist, ansonsten Fehlermeldung). * Option --fake-super speichert auf Remote-Seitenicht setzbare Dateiattribute (Besitzer, Besitzergruppe, Geräte, Zugriffsrechte) in ACLs, um sie zumindest aufzuzeichnen.